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Christine Thoma wird Teil der Female Leaders

Christine Thoma, seit September 2024 für Eintracht Frankfurt Director People & Corporate Culture, ist gut darin, in großen Bögen zu denken, vor allem überzeugt sie dabei, diese großen Bögen auszufüllen.  

Für sie selbst hat sich einer der Bögen mit der Aufgabe bei der Eintracht geschlossen: Sie ist zurück im Fußball. Ein Spielfeld, das sie Ende der achtziger Jahre betreten hat, erst als einziges Mädchen in einer Jungsmannschaft, dann Anfang des Jahrtausends für den HSV in der Bundesliga. Ein, zwei Jahrzehnte zu früh für Profi-Bedingungen bei den Frauen, aber nicht zu früh, um mitzunehmen, was sie seitdem sucht, kreiert und einsetzt im Job: Verbundenheit, Spielfreude, strategisches Denken. 

Wichtigste Station auf dem Weg waren die Jahre bei McKinsey, dort zuletzt auch mit dem Schwerpunkt People & Culture. Neben dem Offensichtlichen – zahlengetriebenes High Performance Umfeld – war die Unternehmensberatung für Thoma vor allem ein Dauertraining im schnellen Wechsel von Branchen und Projekten. Und: „Ich habe gelernt, dass es neben dem Inhaltlichen genauso wichtig ist, frühzeitig zu überlegen, wer wann in welcher Form einzubinden ist, um tragfähige Lösungen zu erzielen.“  

Diesen „strukturellen Werkzeugkasten“ setzt sie heute auch bei Eintracht Frankfurt ein, wo die Aufgabe lautet, für die Organisation und die Mitarbeitenden die zentrale Anlaufstelle für strategische Weiterentwicklung zu werden. Ein höchst spannendes Umfeld, emotional, ambitioniert, bereit, neue Wege auszuprobieren – immer mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit des Clubs zu erhöhen.  

Christine Thoma ist eine Schlüsselspielerin geblieben – und nutzt ihre Sichtbarkeit für Talente im Club, genau wie im Austausch mit anderen HR-Abteilungen der Bundesligaclubs. Immer noch auf der Agenda: „Ich möchte, dass viel mehr Frauen Fußball spielen – und auch beruflich den Weg in den Fußball finden.“