Der FKM-Jahresbericht 2026
Bericht zur Diversität der Führungsgremien im deutschen Profifußball
Zum dritten Mal legt FUSSBALL KANN MEHR mit „Lage der Liga. Der FKM-Jahresbericht“ einen Bericht zur Diversität der Führungsgremien im deutschen Profifußball vor, der erneut unter Mitwirkung des Sportwissenschaftlers Matthias Dombrowski erstellt wurde. Der Bericht verkleinert den Gender Data Gap im deutschen Profifußball, indem er zeigt, wer führt, wer kontrolliert, wer also die Clubs strategisch und operativ managt und wie die zweite Führungsebene aussieht.
Alle 36 Clubs haben teilgenommen
Auch 2026 lag dem Bericht eine Umfrage zugrunde, die an alle Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga der Saison 2025/26 geschickt wurde. Das Vorbild des Berichts sind die AllBright-Berichte; aus diesen bekannt und dem Sport vertraut enthält der FKM-Jahresbericht Rankings aller teilnehmenden Clubs.
Die Arbeit der AllBright Stiftung zu börsennotierten Unternehmen hat FUSSBALL KANN MEHR (FKM) überzeugt, dass Daten und Vergleichbarkeit zur Diversität in Spitzenpositionen ein Schlüssel für Veränderungen sein können – auch für die deutschen Profifußballclubs.
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von 94 Positionen im Topmanagement sind mit einer Frau besetzt.
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Frauen zu 245 Männern in Aufsichtsräten bzw. Kontrollgremien.
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Frauen auf Ebene der Direct Reports (84 Frauen von 432 Positionen gesamt)
Frauen besetzen prominente Positionen im Bundesliga-Top-Management – in der Breite aber kaum Fortschritte. Aufsichtsgremien sind die Modernisierungshemmer im deutschen Fußball
Die Führungsetagen der 36 Bundesliga-Clubs bleiben trotz einiger aufsehenerregender Besetzungen fest in Männerhand. Mit Tatjana Haenni wurde bei RB Leipzig erstmals in der Bundesliga-Geschichte eine Frau als CEO berufen – 9,6 Prozent der Top-Management Positionen sind mit Frauen besetzt – eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr (6 %).
Von den 245 Positionen in den Kontrollgremien, zuständig für die Berufung des Top-Managements, sind nur 29 (11,8 %) von Frauen besetzt, 216 (88,2 %) werden von Männern gehalten. Im Vergleich zum Vorjahr ist genau eine Frau mehr in diesem Gremium vertreten. die für die Berufung des Top-Managements zuständig sind.
Nicht bei allen Clubs sind die Aufsichtsräte verantwortlich für die Bestellung und Abberufung des Top-Managements, deshalb wurden die Aufsichtsräte gesondert ausgewertet. 11,5 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder sind weiblich, immer noch kommen 14 Aufsichtsräte ganz ohne Frauen aus – eine insgesamt dramatische Unterrepräsentanz und nach FKM-Analyse ein schwerwiegender Modernisierungshemmer für die Clubs.
Auf der Direct Reports-Ebene, der zweiten Führungsebene ist der Anteil der weiblichen Führungskräfte ist ganz leicht auf 19,4 Prozent angestiegen. Kein Club hat mehr Frauen als Männer auf der Direct-Reports-Ebene. Positiv hervorzuheben ist, dass nurmehr in fünf (statt zuvor acht) Clubs keine Frau direkt an das Top-Management berichtet. Dies ist ein erkennbarer Fortschritt, wenngleich es zehn Clubs gibt, die an der oder unter der Schwelle von 10 Prozent liegen.
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